Boroumand, Samy

Lachen als therapeutische Kraft

Manchmal verändert eine Begegnung das eigene Leben dauerhaft. Als Samy Boroumand während eines Urlaubs zum ersten Mal von Lachyoga hörte, begann für ihn so eine Entwicklung. Die Methode verband auf überraschende Weise vieles von dem, was ihn in seiner Arbeit als Physiotherapeut schon lange beschäftigte: Bewegung, Atmung, Lebensfreude und die Frage, wie Menschen ihre eigenen Kräfte wieder aktivieren können.

Heute gehört Samy zu denjenigen, die Lachyoga konsequent in medizinische und therapeutische Kontexte integrieren – mit viel Erfahrung, fachlichem Hintergrund und einem klaren Blick für die Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten.

Physiotherapie, Erfahrung und ein optimistischer Blick auf das Leben

Samy Boroumand wurde 1959 im damaligen Persien (heute Iran) geboren. Seit Mitte der 1980er-Jahre lebt und arbeitet er in Deutschland. In Neuwied fand er seine berufliche Heimat und ist dort seit vielen Jahren als Physiotherapeut tätig, unter anderem im Marienhausklinikum.

Seine therapeutische Arbeit umfasst ein breites Spektrum an Methoden: Schmerzphysiotherapie, Kinesiologie, Shiatsu, Akupressur, viszerale Osteopathie sowie verschiedene Entspannungs- und Atemtechniken. Diese Vielfalt spiegelt seine Überzeugung wider, dass Gesundheit immer mehrere Ebenen umfasst – körperliche, emotionale und soziale.

2007 begegnete er erstmals dem Lachyoga. Die Methode weckte sofort seine Neugier. Noch im selben Jahr absolvierte er die Ausbildung zum Lachyoga-Leiter und begann, Lachyoga in seine Arbeit einzubeziehen. Zehn Jahre später vertiefte er diesen Weg mit der Ausbildung zum Lachyoga-Lehrer an der Laughter Yoga University von Dr. Madan Kataria in Indien.

Lachen im medizinischen Kontext

Eine Besonderheit von Samys Arbeit liegt darin, dass er Lachyoga früh in medizinische Einrichtungen integrieren konnte. In Schmerztageskliniken, psychiatrischen Kliniken und verschiedenen Selbsthilfegruppen entwickelte er praktische Anwendungen, die sich an den Bedürfnissen der jeweiligen Teilnehmergruppen orientieren.

Dabei zeigt sich, wie vielseitig Lachyoga eingesetzt werden kann: als aktivierende Bewegungseinheit, als Methode zur Stressregulation oder als gemeinschaftsstärkendes Element in Gruppen, die mit gesundheitlichen Herausforderungen leben.

In Gruppen für Menschen mit Parkinson, Tinnitus oder Krebserkrankungen eröffnet er mit Lachyoga beispielsweise einen wohltuenden Raum für Bewegung, Austausch und positive Erfahrungen.

3 Fragen an Samy

Wann oder wo erlebst du in deinem Alltag im Moment am meisten Leichtigkeit?

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Was hat sich durch das Lachen (oder durch deine Arbeit damit) in deinem Blick auf Menschen oder auf dich selbst verändert?

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Was wünschst du dir für die Welt?

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Lachyoga in der Therapie – praktische Einblicke

Beim Lachyoga-Kongress zeigt Samy Boroumand, wie Lachyoga in therapeutischen und medizinischen Kontexten angewendet werden kann.

Sein Workshop stellt eine speziell entwickelte Lachyoga-Einheit vor, die sich für Patient*innen- und Selbsthilfegruppen eignet. Die Teilnehmenden erleben eine Kombination aus klassischen Lachyoga-Übungen, Atemtechniken (Pranayama), Elementen aus der Kinesiologie sowie Meridian-Klopfen.

Der Fokus liegt auf praktischer Erfahrung: Wie kann Lachyoga Menschen unterstützen, die mit chronischen Erkrankungen oder belastenden Lebenssituationen umgehen? Welche Übungen eignen sich besonders für therapeutische Gruppen? Und wie lässt sich eine Atmosphäre schaffen, in der Lebensfreude wieder spürbar wird?

Samy verbindet dabei seine langjährige physiotherapeutische Erfahrung mit der Leichtigkeit des Lachens – und zeigt, wie beides zusammenwirken kann.

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