Speaker
Rosendahl, Dr. Jenny
apl. Prof. Dr. Jenny Rosendahl
Professorin im Fachgebiet Medizinische Psychologie, Dozentin für medizinische Kommunikation und Stressmanagement, Expertin für Wirksamkeitsforschung
Prof. Dr. Jenny Rosendahl forscht am Universitätsklinikum Jena u.a. zur Wirksamkeit von psychologischen Interventionen für Patientinnen und Patienten mit körperlichen Erkrankungen, insbesondere von Hypnose. Sie hat langjährige Erfahrungen in der systematischen Zusammenfassung und (meta-analytischen) Auswertung von Wirksamkeitsstudien zu Behandlungsoptionen bei unterschiedlichsten Gesundheitsproblemen. In der studentischen Lehre bringt sie Medizinstudierenden Grundlagen der medizinischen Kommunikation bei und schult sie in Stressmanagement-Techniken, u.a. in Lachyoga.
VORTRAG
Vorstellung der Studienlage zu Lachyoga
Lachyoga ist mittlerweile als vielversprechender Ansatz zur Förderung der psychischen und körperlichen Gesundheit anerkannt. Es wird angenommen, dass beim Lachyoga genutztes simuliertes Lachen ähnliche physiologische Prozesse aktiviert wie echtes Lachen, darunter eine verbesserte Sauerstoffversorgung, die Stimulation des Parasympathikus und die reduzierte Ausschüttung von Stresshormonen. Seit der Entwicklung von Lachyoga Mitte der neunziger Jahre wurde eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien durchgeführt, die die Wirksamkeit von Lachyoga bei verschiedensten Zielgruppen untersucht haben. Dabei stellen randomisiert-kontrollierte Studien die verlässlichste empirische Grundlage dar. Im Rahmen einer Literaturstudie („Scoping Review“), die einen breiten Überblick über den Forschungsstand zu einem Thema verschafft, haben wir 42 randomisiert-kontrollierte Studien zur Wirksamkeit von Lachyoga systematisch ausgewertet und zwar hinsichtlich:
(1) der Zielgruppen und Settings, in denen Lachyoga untersucht wurde,
(2) den erfassten Ergebnisdimensionen und
(3) der berichteten positiven sowie möglichen unerwünschten Wirkungen.
Der Vortrag stellt die Ergebnisse dieses Scoping-Reviews vor.
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