Lachprojekte Details
Wie Silvia Rößler ihre Lachyoga-Bücher geschrieben hat
Wie schreibe ich ein Buch?
von Silvia Rößler
Am besten, sobald du eine Idee hast einfach losschreiben.
Sortieren, strukturieren, das kann später kommen. Gib deiner Kreativität und deinem Bedürfnis, etwas aufs Papier zu bringen erstmal Zeit und Raum.
Mein erstes Buch „Physiotherapeutische Gruppenbehandlung – mit Pfiff“ entstand folgendermaßen.
Ich hatte ein paar Jahre in der Rheumaklinik in Wiesbaden gearbeitet. Schon immer habe ich die Arbeit mit Gruppen geliebt und auch hier war ich voller Freude und Kreativität unterwegs. Hand- und Fußgruppen waren mir zu langweilig und so entwickelt ich z.B. einen Hand-Zoo. Als ich nach Bielefeld umgezogen bin, kamen immer wieder Anrufe von meinen Kolleg*innen: „Was hast du mit den Patienten gemacht? Die wollen den Hand-Zoo machen!“ Ich begann den Kolleg*innen zu beschreiben, was ich gemacht habe und dann kam die Idee: darüber könnte ich doch ein Buch schreiben. Als ich registrierte, wieviel Arbeit da auf mich zukam, schrieb ich zunächst ein Kapitel und schickte diese ersten Ausführungen an etliche Verlage. Diese Verlage hatte ich mir an Hand meiner Thematik ausgewählt. Zwei Verlage waren dann interessiert. Diesen schickte ich weitere Kapitel zu. Es kam zu Verhandlungen und letztendlich hat das Buch dann der Fischer-Verlag, jetzt Elsevier-Verlag, herausgebracht. Fotos und Zeichnungen haben Freunde von mir angefertigt.
Mein zweites Buch „Haltung bewahren“, entstand aus Material welches ich schon in meinem ersten Buch integrieren wollte. Das sprengte jedoch den Rahmen und so ist daraus ein Taschenbuch entstanden - ein Ratgeber für Menschen mit Rückenbeschwerden. Alle Fragen, die mir Patient*innen immer wieder gestellt haben, werden darin schriftlich von mir beantwortet und mit Zeichnungen verdeutlicht. Dieses Buch wurde im dtv-Verlag produziert und nach ein paar Jahren sogar zwei Varianten ins Russische übersetzt.
Die Zeichnungen sind von einer Freundin angefertigt.
Mein drittes Buch „Lachen trotz und alledem“, sollte ursprünglich „Lebe dein Lachen“ heißen. Ich wollte über das Lachen schreiben und über alles was damit zusammenhängt. Nachdem ich 2013 beim Lachyoga-Kongress meinen Vortrag „Lachen trotz und alledem“ gehalten habe, kam Peter Cubasch auf mich zu und meinte: „Darüber solltest du ein Buch schreiben.“ Ich sagte ihm, dass ich bereits dabei sei, ein Buch zu schreiben. Im Gespräch wurde jedoch deutlich, dass ich meinen Fokus auf die Verbindung von Lachen und Weinen klarer hervorbringen sollte, damit mein Anliegen deutlich wird. Ich fuhr nach Hause. Völlig verwirrt und durfte die Erfahrung einer Schreibblockade machen. Ich wusste nicht mehr, was und wie ich weiterschreiben wollte. Nach und nach löste sich der Knoten und es kam zunächst ein neuer Arbeits-Titel: „Darf ich lachen, wenn ich traurig bin?“ Das reichte mir jedoch noch nicht. Mir fehlte dabei die Kraft des Lachens. Und so kam es zu dem Doppel-Titel „Lachen trotz und alledem – Darf ich lachen, wenn ich traurig bin?“
Die Zeichnungen hat eine Freundin angefertigt.
Mein viertes Buch „Das Lachen – Ein theoretischer und praktischer Überblick“, habe ich zusammen mit Dr. Michael Titze geschrieben, dem deutschen Pionier des therapeutischen Humors. Er rief mich an und fragte, ob ich mit ihm zusammen ein Buch schreiben möchte. Er mit Schwerpunkt Theorie, Forschungsergebnisse, usw. und ich den Fokus auf Praxis, Übungen und erlebte Geschichten. Wow. Und ob ich das wollte.
Aber: Wie soll das denn gehen? Ein Buch zu zweit schreiben?
Das war eine sehr schöne Erfahrung. Jeder schrieb zu einem bestimmten Themenabschnitt die eigenen Ausführungen, dann haben wir es zusammengefügt und uns aufeinander bezogen.
Die Fotos stammen aus unterschiedlichen Lachyoga-Kontexten.
Podcast-Tipp zum Buch: "Happy Book" beim Lachyoga-Mittagstisch mit Silvia Rößler
Verlage
Verlage auswählen, die zu deinem Thema passen.
Auf der jeweiligen Homepage schauen, was zum einreichen des Manuskriptes gewünscht wird. Das ist pro Verlag sehr verschieden.
Du kannst dein Buch auch selbst verlegen, z.B. bei Amazon.
Werbung
Über einen Verlag erhältst du einen Start-Bonus: Die Vertreter der Verlage informieren ihre Buchhändler über Neu-Erscheinungen.
Eventuell erhältst du einen Flyer zu deinem Buch.
Wenn es nicht gerade ein Bestseller wird, musst du dich selbst um die Werbung kümmern.
Bezahlung
Die Bezahlung erfolgt in der Regel prozentual - pro verkauftem Buch.
Wieviel Prozente man vom Verkaufspreis bekommt, gilt es zu verhandeln.
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