Vogler, Jan-Rüdiger

Juhu, gescheitert! Humor als Befreiung

Perfektionismus ist weit verbreitet: der Anspruch, alles richtig zu machen, effizient zu sein, keine Fehler zu zeigen. Jan-Rüdiger Vogler setzt dem etwas radikal Menschliches entgegen: Humor. Als kraftvollen Gegenspieler inneren Drucks. Sein Zugang lädt dazu ein, Kontrolle loszulassen, wenn sie hinderlich wird, und Scheitern zu erlauben, wenn es darum geht Neues zu entdecken. Wo gelacht werden darf, entsteht Beweglichkeit – im Denken, im Fühlen und im Miteinander.

Jan-Rüdiger Vogler – Humor, Improvisation und Haltung

Jan-Rüdiger Vogler ist Humortrainer, Kommunikationswissenschaftler, Publizist, Journalist, systemischer Coach sowie Improvisationstheaterspieler und -trainer. Er leitet RollenweXel – Hamburger Institut für Humor und Improvisation und vermittelt seit vielen Jahren Organisationen und Einzelpersonen, wie Humor zu mehr Lebens- und Arbeitszufriedenheit beitragen kann. Seit über zwanzig Jahren steht er selbst auf der Impro-Bühne. Seit 2023 ist er zudem 1. Vorsitzender von HumorCare e.V. Deutschland-Österreich (HCDA) und engagiert sich für die Förderung therapeutischen Humors.

Humor als Lernfeld für Leben und Arbeit

Sein Weg zum Humor begann mit einer Anfrage aus der Seniorenarbeit. Daraus entwickelte sich eine intensive Auseinandersetzung mit Humorforschung, Lebensfreude und Resilienz. Jan-Rüdiger Vogler konzipierte Formate wie „Mit Humor älter werden“, veröffentlichte Artikel und Bücher und entwickelte mit der Humorschatzkiste konkrete Werkzeuge zur Förderung individueller Humor-Kompetenz. In seiner Arbeit verbindet er Improvisation, systemisches Denken und Kommunikationspsychologie – mit dem Ziel, Menschen zu stärken.

3 Fragen an Jan-Rüdiger

Wann oder wo erlebst du in deinem Alltag im Moment am meisten Leichtigkeit?

Jede Woche zwei Stunden Impro-Training sind wie ein Heißluftballon, der gelassen über dem regelhaften Alltag schwebt. Dazu die Zeit mit meinen Enkelkindern, die je nach Alter einen erfrischenden persönlichen Blick auf das Leben haben. Das gemeinsame Spielen ist meistens von Lachen und Improvisation geprägt, inklusive heiterem Scheitern.

Was hat sich durch das Lachen (oder durch deine Arbeit damit) in deinem Blick auf Menschen oder auf dich selbst verändert?

Über Dinge zu lachen, die ich nicht ändern kann, hat mir mehr Gelassenheit und Leichtigkeit gebracht. Ich bin viel kontaktfreudiger geworden und offener für Ideen anderer. Das Lachen zeigt mir, dass ich nicht perfekt bin und die anderen auch nicht. Das Ergebnis ist mehr Güte und Nachsicht – für mich und andere.

Was wünschst du dir für die Welt?

Ich wünsche mir mehr zwischenmenschliches Verständnis. Wer meint die Wahrheit gepachtet und die Weisheit mit Löffeln gegessen zu haben, möge doch bitte noch einmal den Inhalt des Suppentopfs kontrollieren.

 

Workshop beim Kongress: Humor – Gegenspieler des Perfektionismus

In seinem Workshop zeigt Jan-Rüdiger Vogler, wie Humor und Improvisation helfen können, überhöhte Erwartungen zu entkräften. Mit Trainingsspielen aus dem Improvisationstheater werden Fehler und Scheitern bewusst provoziert um Freude, Gelassenheit und Lachen zu ermöglichen. Die Teilnehmenden erleben, wie Druck sich in Spiel verwandeln kann und wie befreiend es ist, über sich selbst zu lachen und mutig ins nächste kleine Fiasko zu springen.

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