Schoß, Sindy

Entwicklung darf Freude machen

Viele Menschen verbinden Entwicklung mit Anstrengung, Disziplin oder Optimierungsdruck. Sindy Schoß setzt einen anderen Akzent: Für sie gelingt Entwicklung dann, wenn Freude beteiligt ist. Wenn Lernen lebendig und freudvoll wird.

Ihr eigener Weg führte sie von Leistungsorientierung und Perfektionismus zu einer Haltung, die Leichtigkeit und Selbstannahme einschließt. Heute begleitet sie Menschen mit einem offenen Blick und einer klaren inneren Ausrichtung: Entwicklung geschieht aus Motivation, Sinn und Freude.

Ein Wendepunkt, der neue Wege öffnete - Sindy Schoß

Sindy ist Diplom-Soziologin und Master of Arts in Personalentwicklung. Viele Jahre arbeitete sie als Unternehmensberaterin. Ein Burnout veränderte ihren Lebensweg grundlegend und brachte eine intensive Auseinandersetzung mit Selbstwert, Erwartungen und innerem Anspruch mit sich.

Heute arbeitet sie in der Verwaltung einer Reha-Einrichtung für chronisch psychisch kranke Menschen, gestaltet Lachyoga-Angebote für Senior:innen und begleitet Menschen mit Achtsamkeits- und Entwicklungsformaten in die Selbstständigkeit. Ihre Erfahrung verbindet analytische Klarheit mit Humor und Herzlichkeit. Seit Herbst 2025 geht sie mit Lachyoga auch in die AWO und leitet dort Lachyoga für Menschen mit ganz unterschiedlichen Formen der Behinderung.

Präsenz statt Leistungsdruck

In inklusiven Gruppen erlebt Sindy täglich, wie unterschiedlich Menschen auf Impulse reagieren. Manche lachen sofort. Andere bleiben still. Manche wirken nach außen zurückhaltend und nehmen innerlich dennoch viel auf.

In ihrer Arbeit richtet sie den Blick auf Würde, Beziehung und Selbstwirksamkeit. Sie begleitet mit Respekt und Aufmerksamkeit, fragt nach, passt an, reagiert flexibel auf die Dynamik der Gruppe. Entwicklung wird so zu einem gemeinsamen Prozess, der sich am Menschen orientiert und nicht an vorgegebenen Erwartungen.

3 Fragen an Sindy

Wann oder wo erlebst du in deinem Alltag im Moment am meisten Leichtigkeit?

Das sind die Momente mit meiner Familie, mit Freunden oder Kollegen und immer wieder bei meinen Lachyoga-Stunden, wenn ich erleben darf, dass sich Menschen trauen aus sich herauszukommen und die eigenen engen Vorstellungen loslassen und sich das Lachen erlauben.

Was hat sich durch das Lachen (oder durch deine Arbeit damit) in deinem Blick auf Menschen oder auf dich selbst verändert?

Es hat sich richtig viel verändert. Wo fange ich da am besten an? Vielleicht kann ich es so auf den Punkt bringen: Früher habe ich auf Leistung und Ergebnisse geschaut – bei mir und auch bei anderen. Heute schaue ich am liebsten in fröhliche Gesichter. Und auch an Tagen, die mal nicht so gut laufen, suche ich den Moment der Heiterkeit oder die Komik in der Situation. Ich entscheide mich bewusst für meine Laune und bin enger mit meinen Bedürfnissen verbunden. Das kann auch mal ernster zugehen, aber nie für lange.

Was wünschst du dir für die Welt?

Leichtigkeit und Liebe (oder wenigstens Toleranz). Wenn jeder in seiner Mitte ankommt, sich selbst erkennt und wertschätzen kann, dann öffnet sich der Raum für andere. All die Dinge, die wir für „ach so wichtig“ halten, relativieren sich und die Menschen können wieder unvoreingenommen einander begegnen. Ich glaube, das ist auch der Kern von Lachyoga und seiner Magie. Im Lachen begegnen wir einander völlig unvoreingenommen. Es geht allein um den Moment, den wir teilen.

Zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Im Workshop „Zwischen Wunsch und Wirklichkeit – Lachen mit Menschen, die (noch) nicht mitlachen“ öffnet Sindy einen Raum für ehrliche Reflexion. Im Mittelpunkt stehen Gruppen, in denen Resonanz leise oder verzögert entsteht – etwa in der Arbeit mit chronisch psychisch erkrankten Menschen oder mit Senior:innen.

Gemeinsam wird erkundet, wie professionelle Haltung, Geduld und Feinfühligkeit dazu beitragen, auch kleine Fortschritte wahrzunehmen und wertzuschätzen. Der Workshop bietet Austausch, Erfahrungsteilung und die Möglichkeit, eigene Fragen einzubringen. Es entsteht ein lebendiger Dialog über Verantwortung, Beziehung und innere Ausrichtung.

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