Mandl, Sandra

Verbindung, Gemeinschaft und Körpererfahrung

Verbinden, was zusammengehört: Leichtigkeit und Tiefe, Körpererfahrung und Beziehung, Spiel und Präsenz. Lachyoga folgt genau dieser Verbindung. Es beginnt mit einem Lachen und öffnet Zugänge zu einem Erleben, in dem Menschen sich selbst und einander begegnen können – unmittelbar, körperlich und gemeinsam. Genau hier setzt auch die Arbeit von Sandra Mandl an: im Zusammenspiel von Lachen, innerem Gewahrsein und gelebter Gemeinschaft.

Sandra Mandl

Sandra Mandl begleitet Menschen als Einzel- und Paartherapeutin (Heilpraktikerin für Psychotherapie) sowie als Lachyoga-Master-Trainerin. In ihrer Arbeit schafft sie Räume, in denen Leichtigkeit und innere Tiefe nebeneinander stehen. Ihr Anliegen ist es, Begegnung zu ermöglichen – mit sich selbst und miteinander, offener, friedvoller und menschlicher.

Neben ihrer therapeutischen Tätigkeit leitet sie Lachclubs, Seminare, Workshops und Ausbildungen im Lachyoga. Seit 2022 organisiert sie den Deutschen Lachyoga-Kongress und engagiert sich darüber hinaus seit der Entstehung ehrenamtlich für das Lachtelefon.

Ein weiterer Schwerpunkt ihres Engagements liegt in der Vernetzung der Lachyoga-Community: Gemeinsam mit Carolyn Krüger und Brigitte Kottwitz betreut sie die Plattform lachclub.info, macht deutschlandweit Lachclubs sichtbar und trägt dazu bei, Lachyoga-Veranstaltungen bekannt zu machen und zu verbreiten.

Und viele weitere Projekte ...

Als Körperpsychotherapeutin arbeitet Sandra Mandl in Einzelsitzungen schwerpunktmäßig mit traumatherapeutischen Ansätzen, insbesondere Somatic Experiencing und NARM und in Paarsitzungen mit EFT (Emotionally Focused Couples Therapy). Ergänzend bietet sie Workshops und Seminare zu Burnout-Prävention und Stressbewältigung an.

Lachyoga ist für sie eine wertvolle Ergänzung ihrer Arbeit – fachlich wie persönlich. Es ermöglicht ihr, Leichtigkeit zu bewahren, das Herz offen zu halten und den eigenen Stresspegel spürbar zu regulieren. Immer wieder staunt sie darüber, wie einfach und zugleich wirksam diese Praxis ist.

Regional ist Sandra Mandl im Main-Kinzig-Kreis aktiv, unter anderem in Bad Soden-Salmünster, Gelnhausen, Hanau und Umgebung. Darüber hinaus bringt sie Lachyoga zu Veranstaltungen, in Selbsthilfegruppen, Unternehmen, Altenheime, auf Festivals und zu Kongressen deutschlandweit.

Aus der gemeinsamen Arbeit mit Gabriela Leppelt-Remmel heraus entstanden weitere Projekte: der Lachyoga-Mittagstisch, den sie gemeinsam mit Gabriela von 2020 bis 2023 online gestaltete, sowie ein Lachyoga-Blog mit Interviews zu Projekten und Menschen. Auch die Pflege des deutschlandweiten Lachclub-Netzwerks und eines monatlichen Newsletters gehört zu ihrem Engagement für die Community.

2019 wurde sie von Dr. Madan Kataria zur Lachbotschafterin ernannt. Seit 2015 bildet sie Lachyoga-Leiter*innen aus, seit 2022 – nach ihrer Ernennung zur Lachyoga-Master-Trainerin – auch Lachyoga-Lehrer*innen gemeinsam mit Susanne Klaus (Stufe 2).

3 Fragen an Sandra

Wann oder wo erlebst du in deinem Alltag im Moment am meisten Leichtigkeit?
Eine Art von Leichtigkeit erlebe ich in der Natur, beim Joggen oder Spazierengehen, besonders im Wald. Ich kann durchatmen, mich spüren und die Umgebung wahrnehmen, in mir öffnet sich etwas für das Erleben. Ich nehme wahr, dass ich Teil des Ganzen bin. Eine andere Art von Leichtigkeit erlebe ich beim Lachen, zum Beispiel am Lachtelefon, noch mehr im Lachclub. Das ist eine Art Leichtigkeit, die den Körper durchschüttelt und von Sorgen befreit. Aus längeren Lachmeditationen kenne ich das Lachen, das alle kleinlichen Gedanken hinwegspült. Das, worüber ich mir gerade noch einen Kopf gemacht habe, transformiert sich und verliert an Schwere. Ich liebe diese Zustände sehr und kann sie am besten erreichen, wenn ich gemeinsam mit anderen loslache und alle Erwartungen loslasse.

Was hat sich durch das Lachen (oder durch deine Arbeit damit) in deinem Blick auf Menschen oder auf dich selbst verändert?
Ich bin innerlich freier geworden. Ich hatte schon früh Interesse an Aktionen, die innerlich freier machen und mit Lachyoga eine wirklich schöne Art gefunden, das zu erreichen.

Ich sehe Lachyoga außerdem als Möglichkeit, gemeinsam etwas zu bewegen in Richtung mehr Verbundenheit und mehr Sein statt Leisten müssen. Für mich hat sich auch geändert, dass ich viel entspannter geworden bin was Ansprüche angeht. Das Lied von Julia Hagemann "I do my best and leave the rest" und die Erfahrung, die für mich damit zusammenhängt (auf dem Onlinekongress 2022) transportiert die Haltung, die ich immer mehr lebe. Ich gebe mein Bestes, aber was daraus entsteht, das darf ich loslassen - und vertrauen.

Mein Blick auf andere Menschen ändert sich immer, wenn ich gemeinsam mit ihnen lache. Menschen, bei denen ich vorher vielleicht noch gezweifelt habe, ob wir uns gut verstehen werden, sind mir auf einmal total sympathisch, wenn wir gemeinsam lachen. Und es bringt uns auf eine menschliche Ebene, wo vorher vielleicht noch Rollen vorherrschend waren. Für mich birgt das gemeinsame Lachen sehr viel Kraft in Richtung Begegnung und Verbundenheit.

Was wünschst du dir für die Welt?
Ich wünsche mir wirklich mehr Verbundenheit. Mehr Offenheit. Dass wir einander begegnen können und im Kontakt sind - über alle Unterschiedlichkeiten hinweg. Zum Einen als Menschen untereinander, aber auch im Kontakt mit der Umwelt, in und mit der wir leben, von der wir Teil sind. Dass wir wieder in Kontakt kommen damit, dass wir eigentlich keine getrennten Entitäten sind, sondern dass wir ein Ökosystem sind, das Teil von vielen weiteren Ökosystemen ist.

Ich wünsche mir, dass wir eine Welt erschaffen, in der wir uns spüren können, unseren Körper, unser Eingebundensein, mit aller Freude und allem Schmerz. Und ich wünsche mir, dass es weiter werden kann statt enger, dass wir willkommender werden auch Fremdem gegenüber. Ich wünsche mir für die Welt, dass wir Gesellschaften und Gemeinschaften entwickeln, in denen es nicht mehr vorrangig um das Wohl von Einzelnen geht, sondern in denen es darum geht, gemeinsam neue Wege zu entwickeln. Die Lachyoga-Bewegung ist für mich Spielwiese genau dafür: Im Lachen verbinden wir uns mit uns selbst und mit den Menschen um uns herum, und auch mit einer weltweiten Bewegung. Im Lachen macht es keinen Unterschied, was du kannst oder woher du kommst. Auch über verschiedene Meinungen und Haltungen hinweg ist das Erleben von Verbindung möglich. Davon wünsche ich mir mehr für die Welt.

Und außerdem wünsche ich mir für die Welt, dass wir Menschen Bäume und Wälder wertschätzen, dass wir sie bewahren und dass wir in diesem wunderbaren Lebensraum auch weiterhin frei atmen und lachen können.

United in Laughter

Sandra Mandl organisiert den Deutschen Lachyoga-Kongress 2026 und gestaltet ihn inhaltlich wie strukturell. Neben ihrem Workshop ist sie auch beim Markt der Möglichkeiten präsent und stellt dort verschiedene Projekte aus dem Lachyoga-Umfeld vor. Der Markt versteht sich als Ort des Austauschs, der Orientierung und der Vernetzung – ein Raum, in dem Initiativen sichtbar werden und Gespräche entstehen können.

Gemeinsam mit Brigitte Kottwitz gestaltet Sandra Mandl den Workshop „Die Anfänge von Lachyoga in Deutschland und die Magie des Einfachen“. Der Workshop richtet den Blick auf die frühen Jahre des Lachyoga in Deutschland und auf das, was diese Zeit geprägt hat: einfache Übungen, Wiederholung und gemeinsames Erleben. Im Mittelpunkt steht die Erfahrung, wie viel Wirkung entsteht, wenn Methoden reduziert werden und dem Lachen wieder mehr Raum gegeben wird. Mehr darüber, was euch noch im Workshop erwartet, ist im Countdown-Beitrag vom 27.01. über die Schönheit des Einfachen zu erfahren.

Vor dem Kongress leitet Sandra Mandl gemeinsam mit Susanne Klaus die zertifizierte Lachyoga-Lehrer:innen-Ausbildung. Die Ausbildung richtet sich vor allem an erfahrene Lachyoga-Leiter:innen, die Lachyoga vertieft weitergeben möchten. Sie verbindet fundierte Inhalte mit viel eigener Praxis: die Grundlagen, Philosophie und Geschichte des Lachyoga, das Anleiten von Gruppen sowie die Entwicklung eigener Übungen und Formate. Ergänzt wird das Training durch Austausch, Vernetzung und konkrete Anregungen für die eigene Arbeit mit Lachyoga.

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