Deibele, Mona

Lebensthema Stimme

Mein Lebensthema ist: Stimme. Sie interessiert mich in all ihren Facetten. Die menschliche Stimme lässt mich „aufhorchen“ oder wie man sagt „auf der Stuhlkante sitzen“. Und das kam so:

Die frühesten Berichte schilderten, dass ich ständig vor mich hin trällerte. Mein Lieblingsort war dabei der große elterliche Garten. Ich saß wohl Stunden lang auf der Schaukelte und besang die Welt um mich herum. Mit den Pflanzen lebte ich dabei noch buchstäblich auf Augenhöhe. Das war ein Leben wie im Traum.

Später entstand daraus mein Beruf. Ich studierte Gesang. Und dann stand ich 20 Jahre auf der Opern- oder Konzertbühne. Das war mein Traumberuf.

Lachyoga "on top"

Aber es sollte noch etwas on top geben: Lachyoga. Ich entdeckte es 2011 für mich. Es wurde mein Lebenselixier. Im Lachen fand ich einen Schlüssel, meine Stimmung zu gestalten. Und das ist natürlich unglaublich wichtig für einen Menschen, der so viel Gefühl rüber bringen muss auf der Bühne.

Das Lachyoga brachte mir das Steinchen mit vielen Menschen um mich herum in den angenehmsten Kontakt zu treten. Diese lachenden Menschen wurden zu meinem neuen Blumengarten. Und ich hege und pflege ihn.

Aus fachlicher Sicht zeigt mir das Lachen von allen Menschen das beste – vor allem was die Kapazität ihrer Stimme angeht. Die Lachstimmen, ob in einem Lachanfall oder in einem spontanen, kleinen „ha“, passiert den Menschen einfach so. Sie ist freier als die Sing- und Sprechstimme. Und das ist eine Chance für jegliche Stimmbildung.

An der Hand der Botschafterin der Stimme

Als Botschafterin der Stimme möchte ich euch an die Hand nehmen. Lasst uns die Sinne schärfen in einem langen Spaziergang durch die Dämmerung! Das Lauschen in die Natur ist eine Oper für unsere Ohren. Und beim Tasten durch die heraufkommende Dunkelheit haben wir einander. Wir sind doch viele! Wir bestärken und ergänzen uns.

Beim Abendspaziergang spüren wir:
- worauf wir in uns vertrauen dürfen
- dass der Moment zählt
- wie sich Durchlässigkeit anfühlt
- wir einander vertrauen dürfen
- was unser Gegenüber braucht

3 Fragen an Mona

Wann oder wo erlebst du in deinem Alltag im Moment am meisten Leichtigkeit?
Eindeutig mit Kinder - unseren Lach-super-Helden. Sie wirken auf mich wie ein Booster an Lebensfreude. Sie sind meine wahren Lehrer in Sachen Lebensfreude, Zeiten der Unbekümmertheit, des Loslassens und immer wieder neu Beginnens.

Super spannend finde ich an der Frage aber auch den Teil, woran ich bei mir selbst merke, dass ich in Leichtigkeit bin. Wenn ich des Lebens froh bin, dann hüpfe ich so vor mich hin oder singe ganz leise irgendwas nie da gewesenes. Und ganz ehrlich, beide Verhaltensweisen bemerke ich stets erst im Nachhinein. Und dann muss ich lachen.

Was hat sich durch das Lachen (oder durch deine Arbeit damit) in deinem Blick auf Menschen oder auf dich selbst verändert?
Täglich erfahre ich, dass nur selberlachen glücklich macht. Und klar, ich will sehr oft am Tag glücklich sein. Also ran und einfach lachen!
Aus fachlicher Sicht, Stimm- und Sprechtrainerin, höre ich aber auch das stimmliche Potential der Lachenden. Dieses versteckt sich nur allzu gern in der Alltagssprache. Selbst im Singen kann es manchmal nicht ausgelebt werden. Aber im spontanen Lachen zeigt sich sofort wie voll, kräftig und facettenreich die Stimme klingen kann. Die Lachstimme ist ein Universum an Erkenntnis für jede StimmtrainerIn.

Was wünschst du dir für die Welt?
SEID MILDE
Es beschreibt gut eine Melange. Darin changieren: aufnehmen, betrachten, verarbeiten, lassen und senden.
Ich schätze eher die Strahlkraft, die nicht die große Welt erreicht, aber mein Gegenüber. Vielleicht liegt es daran, dass ich ein Herzensmensch bin und Handlungsfähigkeit zu schätzen weiß.

Ein abendlicher Spaziergang an der frischen Luft in die Dämmerung hinein

Beim Lachyoga-Kongress lädt Mona Deibele am Freitag-Abend zu einem besonderen Abendangebot ein: einem gemeinsamen Spaziergang in die Dämmerung, rund um das Yogagelände. Die etwa zwei Kilometer lange Strecke ist durchzogen von Impulsen zum Innehalten, Lauschen und Wahrnehmen. Der Weg führt entlang eines Bachlaufs, über Brücken, durch leichtes Auf und Ab bis zu einer Lichtung. In der zunehmenden Dunkelheit verändern sich Orientierung und Aufmerksamkeit. Lachyoga-Übungen werden angepasst, visuelle Kontakte treten in den Hintergrund, andere Formen von Resonanz entstehen.

Der Höhepunkt ist ein gemeinsamer Kreis auf der Lichtung – mit einem Lachen in die Nacht hinein. Schweigend oder singend geht es anschließend zurück zum Seminarhaus. Ein Angebot, das Erfahrung, Präsenz und Gemeinschaft auf besondere Weise verbindet.

Zurück


weitere spannende Projekte, Speaker und Inspiration rund um den Lachyoga-Kongress

von

von

von

von

von

von

von

von

von

von

von

von

von

von

von

von

von